kaffeeweiBer

Achtung: kann Spuren von Satire enthalten

Preisrätsel: Thüringer Landeskunde

Verfasst von nomadyss am 9. Februar 2010

Wie viele Thüringer Orte (Städte, Landschaften, geografische Besonderheiten…) sind im folgenden Text versteckt? Antworten bitte wie immer in die Kommentare. Der Gewinner bekommt ein aktuelles Thüringen-Bild.

Neulich fuhr ich mit meiner Frau durch Thüringen. In Tabarz fiel mir ein, dass ich als Kind einmal in der Marienglashütte war.
“In Tabarz? Da war ich auch schon. Haben wir uns da vielleicht getroffen?”
“Wo denn? In Schnepfenthal-Rödichen?”
“Na warte, das gibt eine Woche keinen Sex!”
“Keinen Sex? Das ist ja ein Trügleben, was sag ich, das ist das reinste Bösleben. Wirst schon sehen, was Du davon hast, wenn ich nachher nach Geilsdorf fahre und mich mit der Sondra vergnüge. Die hat Oberhammer-Reitzen-Berge.”
Bei diesen meinen Worten bekam meine Frau ihre Wutha, nahm den Großen Drachenstein aus ihrer Handtasche, hieb ihn mir in Haufeld so aufs Ohrdruf, dass mir Schwarza vor Augen wurde und fuhr mich nach Grabsleben. Als wir durch Haßleben fuhren wurde mir ganz Übelroda und ich betete zu den Göttern, dass sie mich nicht am Galgenberg baumeln ließ, bis ich zu Kuhfraß geworden wäre.

Und bevor Ihr fragt: JA, ES WAR EIN SCHÖNER URLAUB, VERDAMMT!

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family snapshot

Verfasst von nomadyss am 25. Januar 2010

das eine Leben ist eingerichtet
angerichtet auf dem Altar des Alltags
geopfert dem schönen Schein
Dein Lachen ist gemalt
fürs Album keine schlechten Erinnerungen

auf der Suche nach dem verlorenen Glück
das andere Leben
nicht wieder aus dem Herzen zu lassen
verweile doch, Augenblick
du bist so schön

was du allabendlich aus der Tür jagst
klopft morgens doch wieder an
du fühlst dich wie der Mann
der den Stein
auf den Berg rollen muss
hat er des Morgens noch Hoffnung

im Traum nur eint sich dein Leben
hält der Tag was er verspricht
ein Wunder schon
in deinen Augen zu lesen
versuchend
die Verwehungen zu glätten

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Die Mondkuh

Verfasst von nomadyss am 23. Januar 2010

die Mondkuh
sitzt auf des Gestirnes unterer Spitze
kratzt sich am Bart des Mondes ihre Rückenritze
die Mondkuh

das Mondgnu
verkehrt herum gedreht
an des Mondes Stirne steht
das Mondgnu

der Mond
ernährt sich gerade nach Diät
ganz wies in seinem Buche steht
der Mond

schon in der dritten Nacht
hat diese Rezeptur
ganz erstaunliches vollbracht
der Mond hat nun Figur

das Gnu
(welches wie ihr wißt
an der Stirne steht und frißt)
wird zu schwer, die Stirn bricht ab
und fällt – mitsamt dem Gnu – auf die Kuh herab
das Gnu

die Kuh
hat vor Schreck den Rest vom Mond verschluckt
worauf ihre Rückenritze wieder juckt
die Kuh

darauf schließen beide einen Pakt
das Gnu muß kratzen wenns der Kuh den Rücken zwackt
dieser Rücken indes ist des Gnus neuer Weideplatz
so sind sich beide – gegenseitig – Mondersatz

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Kalter Kaffee

Verfasst von nomadyss am 20. Januar 2010

Irgendwann heute nacht ist der 10.000ste Besucher hier eingetroffen.
So weit so gut. Nicht für Sie. Für mich.

Wenn man jedoch guckt, was die Leute so hier her treibt, der Trieb nämlich, dann muss man sich fragen, sind das alles Linkspartei-Wähler? Wenn alle die, die hier nach Sarah Wagenknecht n.a.c.k.t suchen sie auch wählen, müssen wir uns keine Sorgen mehr um Parteispenden machen. Sondern eher um die F.D.P. Nach einem n.a.c.k.t.e.n Guido Westerwelle sucht nämlich niemand.
Und der wird dann wieder laut tönen: “Wir sind käuflich! Bitte bitte, welche Subventionen sollen wir zahlen, was hätten Sie denn gerne? Wo dürfen wir es Ihnen hinschieben? Kündigungsschutz abschaffen? Gerne. Aber bitte, bitte, wählen Sie uns!”

Die F.D.P. ist die gelbe Pest der deutschen Parteienlandschaft.
Das einzige, was diese Partei bisher zustande gebracht hat, ist, dass wir seit nunmehr 15 Tagen keine Sonne sehen dürfen. Da nützt auch das große gelbe F.D.P.-Logo, dass ich mir als Ersatz an die Wand gehängt habe, gar nichts. Die Regierung will uns zermürben. Wegen der Sehnsucht nach den Strahlen wird das Verlangen nach einem Stückchen aus Asse immer größer. Mein Sohn hat sogar schon einen Asse-Experimentierbaukasten als Geburtstagsgeschenk verlangt. Wir basteln uns eine Sonne.

Ja, Sie lachen. Aber was ist denn die Alternative? Dass die Sonne nie wiederkommt? Schöner Film, düsterer Film. Man kann gar nicht so viel trinken wie man klagen möchte.

Empfehlung heute: Österreichischer Wein! Wenn man die Sonne im Glas findet: festhalten! Achtung, könnte in größeren Dosen für zeitweilige Verwirrung sorgen.

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Exklusiv: Meine Rede auf der Kaffeeweiber-Klausurtagung in Wild Bad Kräut-erbad mit Fichtennadelaroma

Verfasst von nomadyss am 6. Januar 2010

Himmel, warum mussten die Teilnehmer der Klimakonferenz eigentlich mitten im Winter beschließen, dass die Temperatur maximal um 2 Grad steigen darf? Seitdem komme ich aus dem Frieren nicht mehr heraus. Von wegen die Eiskappen auf den Polen schmelzen ab! Ganz im Gegenteil: der Eismantel reicht bis nach Polen.
Ja, wenn ich jetzt auf dem Turm des Kalifen in Dubai wäre. Dann könnte ich einfach nach unten fahren und schon wäre es 8 Grad wärmer. Ich könnte mir selbst auch auf den Kopf pinkeln. Wenn ich in der 612. Etage aus dem Fenster ulle, mich im Fahrstuhl mit 5facher Lichtgeschwindigkeit nach unten schieße, frisch gefönt aus dem Portal trete und es mir auf den Kopf tropft, dann ja dann ist die Frisur hin. Kann ja nichts anderes sein. Ist ja Wüste ringsum. Sie glauben, ich schweife ab? Dann lesen Sie mal im Roman “Populärmusik aus Vittula” des schwedischen Autors Mikael Niemi nach, wie man sich aus einer Eishölle befreit. Bei gefühlten 0 Grad Kelvin eine Metallplatte geküsst.
Wenn er sich nicht an den Kopf gepinkelt hätte hätte die Nachwelt einiges zu rätseln gehabt. Wieso jemand in so seltsamer Pose ohne Gewaltanwendung ablebt.
Also, alle schon mal für den Ernstfall zielen üben! Alle Männer jedenfalls. Alle Frauen: Pech gehabt.
Und was tun die Politiker dagegen? Nichts. Die streiten sich. Die FDP probt knapp 4 Monate nach der Wahl schon mal wieder die Opposition zur CDU/CSU. Wenn die aber auch Erika Steinbach als Gallionsfigur an ihren Atommülltanker gefesselt hat und damit die polnische Ostseeküste rauf- und runterfährt.
Mir klingt noch das liberale Mantra “Arbeit muss sich wieder lohnen” des letzten Jahres in den Ohren. Und wo wir gerade im Jahr der rot-grünen Agenda 2010 angekommen sind hören wir doch mal, was die Linkspartei zu sagen hat: “Nichtarbeit muss sich wieder lohnen”.
Das ist Oppositionsarbeit, liebe Genossen! Und das ist endlich ein Konzept gegen den Klimawandel, denn: “Klimakampf ist Klassenkampf”!
Merke: zündest Du einen Mercedes in Friedrichshain an tust Du was fürs Klima. Äußerst positiver Nebeneffekt: Du kannst Dir die Hände daran wärmen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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Zum Jahreswechsel

Verfasst von nomadyss am 30. Dezember 2009

Ich wünsche Euch allen einen guten Putsch!

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Kaffeekränzchen #9

Verfasst von nomadyss am 27. Dezember 2009

  • Vor der Wahl ist nach der Wahl
    Sie halten die Verbrechen
    Und wenn der Mob auch randaliert
    Er zahlt halt doch die Zechen
  • ganz großes Ding: Liebe in den Zeiten der Kohl-Ära
  • Next großes Ding: Simplify your wife
  • There’s a hole in my wife
  • Regierung beschließt Mindesthohn

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Weihnachts-Geschichte

Verfasst von nomadyss am 23. Dezember 2009

Mit großen Schritten geht es auf Weihnachten zu. Die Maschinerie rollt, Einkaufslisten sind erstellt, Zeitpläne gefeilt, Geschenke verpackt.
Weihnachten. Ruhe, Besinnung, Friede, Freude, Eierlikör.
Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, dass Weihnachten das Fest der Liebe sein soll? Historisch gesehen ist Weihnachten nichts weiter als Revolution. Friede den Hütten, Krieg den Palästen. Da wird einer geboren, der der neue König sein soll.
Stellen Sie sich das mal vor! Die Mächtigen haben Angst, ihre Macht zu verlieren. Die Unterdrückten finden einen Fürsprecher, einen, der Mut macht, der seine Ideen verbreitet.

Da sitzt Du in der Straßenbahn, liest “Der siebenstufige Berg”, hörst “Paint it black” von den Stones und “Was ist ist” von den Neubauten und fühlst Dich auf einmal so rebellisch.

Du hast es warm, Du hast es trocken, Du bist satt. Du hast es satt. Kopenhagen, Pharmalobby, Banken, Produkte aus der Region – nichts funktioniert so, wie es Deinen Vorstellungen von der idealen Gesellschaft entspricht.

Es wäre an der Zeit, an ein paar Festungen zu rütteln.

Frohes Fest!

Tipp für heute:
“Die Weihnachtswölfe” aus der Reihe “Die zweite Heimat” sehen, wenn man Weihnachten grübelnd zubringen will.
“Schweinsgalopp” von Terry Pratchett lesen, wenn man ein bisschen über Weihnachten nachdenken und dabei schmunzeln will.
Ein paar Folgen von “The Flying Circus” gucken, wenn man gerade eine Sinnkrise hat.

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Damals, in 5 Jahren. Ein Jahresrückblick

Verfasst von nomadyss am 17. Dezember 2009

Allenthalben sprießen wieder die Jahresrückblicke aus dem Boden. “Halbzeit. Die ersten 150 Jahre” mit Jopi Heesters, “Kann ich da mal anfassen? Flache Sprüche 2009″ von Tommy Gottschalk oder “Aufklärung 2009. Ein Jahr Brandenburger PDS”.

Da wollen auch die Kaffeeweiber nicht zurückstehen. Deshalb gibt es heute die ultimative Chartshow. Denn es ist nicht nur ein Rückblick auf die Zeit vor – nicht ein, nicht zwei, nicht drei, nicht vier, nein, sogar – 5 Jahren, sondern auch ein Ausblick auf die Zeit in 5 Jahren! Sensation! Schließlich weiß selbst die KSK nicht, wo sie in 5 Jahren die deutsche Sicherheit ersprengen muss.

Also, genug der lauwarmen Worte, Film ab:

Heute vor 5 Jahren

“Warum soll Polen Mitglied der EU werden? Das Gebiet, das heute als Polen bezeichnet wird, ist seit 1939 Mitglied der EU”, erklärte Erika Steinbach, Ostbeauftragte der EU.

(Meldung der Wochenschau vom 1.9.2004)

Heute in 5 Jahren

Nach der Flutung des holländischen Luftraumes infolge der Erderwärmung erklärte Königin Beatrix das 600-Einwohner-Dorf The Bottom auf der karibischen Insel Saba zum neuen Regierungssitz der Niederlande. Die Bezeichnung 877 m über nn (so hoch war der Mount Scenery auf Saba vor dem Ansteigen des Meeresspiegels) wird ab sofort durch 850 m über N ersetzt (über Niederlande).

(Meldung über Zwitter vom 23.12.2014 von HOoOoOolkoOoOoOpF1)

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Suse, liebe Suse

Verfasst von nomadyss am 16. Dezember 2009

Ich bin glücklich. Jahrelang hatte ich eines dieser Probleme, die man nur hat, wenn man einen Computer besitzt. Ich konnte drucken, Musik hören, surfen.

Aber nicht gleichzeitig.

Unter Windows hatte ich kein Internet.
Kanotix konnte nicht drucken und tönen.
Ubuntu konnte alles. Von CD. Die Installation war und blieb verschwunden.

Seit vorgestern geht alles! Und es ist wieder einmal die Suse, die OpenSuse 11.2 in diesem Fall. DVD einlegen, Kaffee trinken gehen, wiederkommen. Ein bisschen Netzwerkeinstellungen pfriemeln (da ist Kanotix besser, da ging Internet sofort) und schon öffnete sich die Welt in mein Zimmer. Drucker einbinden, kein Problem. Die “restricted” Multimedia-Codecs (mp3!) müssen manuell installiert werden. Geht angeblich per “One-click”. Geht auch per One-Click, geht aber nicht. Noch mal Updates gezogen, andere Paketquellen ausgewählt, One-Click zum dritten Mal geklickt. Geht.

Jetzt muss ich noch die Kür erbringen, die Festplatten so einbinden, dass auch meine Frau damit klar kommt. Sollte an sich kein Problem sein, die fstab scheint noch genauso zu funktionieren wie vor 8 Jahren, als ich das das letzte Mal gemacht habe.

Wozu brauchte ich Windows gleich noch?

MP3s aus den alten Kassettenaufnahmen erstellen? Audacity läuft auch unter Linux.

Webseiten erstellen? Ja, das ist ein Problem. Ich bin zwar eigentlich ein Tastatur-Junkie und komme mit einem Editor namens Kate gut klar. Aber bei größeren Dateien, verschachtelten Tabellen, Media-Einbindungen wird es doch schnell unübersichtlich. WYSIWYG gefällt mir immer besser, da die entsprechenden Werkzeuge auch nicht mehr so viel Mist machen wie noch vor Jahren. Mal eben schnell was erstellen, Code nachbearbeiten kann man immer noch. Hatte mich gerade mit Dreamweaver angefreundet. Muss unbedingt sehen, ob ich das auch unter Linux zum Laufen kriege. Dank eines genialen Programms wie Wine laufen zahlreichen Windows-Programme inzwischen recht gut.
Ansonsten ist in ca. 3 Monaten mit einem neuen Quanta+ zu rechnen, das scheint einen Blick wert zu sein.

Und sonst?

Schätze, dass ich XP noch für mein Steuerprogramm am Jahresanfang brauche…

Jetzt muss ich nur noch ein Programm finden, dass mir jeden Monat einmal die Haare schneidet. Aber das kann Windows ja auch nicht.

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