Thomas Hettche – NOX – Berlin Bibliothek der Berliner Zeitung – Band 4
Verfasst von nomadyss am 2. April 2008
Es scheint eine Marktlücke zu geben. Es fehlt an guter Berlin-Literatur. Wie anders ist es zu erklären, dass dieses Werk in die Berlin-Reihe aufgenommen werden muss?
Ich habe die Hälfte gelesen und muss sagen: es reicht. Ich will nicht mehr, will nicht wissen, wie es weitergeht.
Im Normalfall verschlinge ich Bücher, stehe nicht eher von der Toilette wieder auf, bis ich das letzte Wort erreicht habe, habe auch Donna Leon ertragen, Hera Lind und – unter Schmerzen – sogar einen Konsalik. Aber an NOX scheitere ich.
Nicht nur die Protagonisten, auch der Schriftsteller scheinen im totalen Drogenrausch zu sein. Aber statt Kraftvollem wie bei Elvis Presley oder The Prodigy, statt Beunruhigendem wie bei The Doors oder statt Abgefahrenem wie in „Fear and Loathing in Las Vegas“ kommt nur eine hanebüchene (sic!) Story heraus, die keinen interessanten Plot hat, sich nicht gut liest und auch sonst jedweden Grund, sie zu lesen, vermissen lässt.
Ich traue mich nicht mal, das Buch bei Ebay einzustellen, werde versuchen, es zu verschenken. Bin sogar bereit, es zum Altpapier zu geben.
Schade um die 6,90 €!
Dieser Eintrag wurde erstellt am 2. April 2008 um 20:06 und ist abgelegt unter Gelesen, UnlesBar. Verschlagwortet mit : Hettche, NOX. Du kannst alle Antworten auf diesen Eintrag mitverfolgen über den RSS 2.0 Feed. Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder Trackback von deiner eigenen Seite.
