Die schöne Welt der Modelleisenbahnen, die Väter ihren Söhnen schenken, um selbst jahrelang an möglichst detailgetreuen Landschaften zu pfriemeln, ist wohl, wie uns spätestens die Insolvenz von Märklin lehrt, unwiderruflich verloren. Stattdessen stehen allenthalben Holzeisenbahnen auf den Geschenketischen. Die haben gegenüber den Modellbahnen gleich mehrere Vorteile:
- es gibt nur eine Spurweite, auch Oma und Opa können theoretisch nichts Falsches kaufen
- der Platzbedarf beschränkt sich auf eine Kiste, in der abends alles verschwindet
- wenn die Kinder groß sind wird man das ganze auch schnell wieder los
Und die Kionder lassen sich von der fehlenden Detailtreue sowieso nicht abschrecken.
Vor Jahren hatte man die Wahl zwischen BRIO und BRIO, inzwischen kriegt man auch vernünftige Startersets zu günstigen Preisen im Discounter. Ohne bald nachgelieferte Ergänzungen hält sich der Langzeitspielspaß allerdings in Grenzen. So gibt es Bahnhöfe, Weichen, batteriebetriebene Loks und ähnliches Zubehör nur im Spielzeughandel.
Z.B. eine Lok namens MALLY von Eichhorn für ca. 15 Euro. Für das Geld bekommt man eine richtig große Lok, die um keine Kurve und unter keiner Brücke durchkommt. Dafür schafft sie es aber auch nicht über die Brücke, weil sie den Berg gar nicht hochkommt. Das ganze bei ohrenbetäubendem Lärm und minimaler Geschwindigkeit. Ein Umtausch der Lok führte zu einer etwas leiseren und etwas schnelleren Lok, die den Berg nicht hoch kommt.
Mal wieder klarer Fall: nicht kaufen!
