KAFFEEWEIBER

Zu Fuß durchs Internet

Dieter Petereit nackt

Kollege Petereit hat in der Vergangenheit immer wieder völlig ahnungslose, nach ernsthafter Information und knallharten Fakten suchende Blogger heimtückisch auf seine Seite gelockt, indem er zwar in seinen Überschriften jedes Sternchen mit dem Attribut “nackt” versah, dann aber keine einschlägigen Bilder lieferte. Jüngstes Beispiel ist Deutschlands neuestes Topmoppel Jennifer Hof.
Auch Britney Spears, Anne Will und Tom Cruise, sämtliche DSDS-Finalistinnen und Thomas Godoj, den aktuellen Gewinner von Deutschland sucht den Superstar benutzte er als Teaser. Einzig Frau Merkel, von der wir seit ihrem Oslo-Attentat so viel Haut kennen wie von den Topmoppels, wurde bisher verschont. Offenbar glaubt selbst der Dieter nicht, dass viele Leute nach “Merkel nackt” suchen.

Doch heute morgen hat es Petereit selbst erwischt. Bei einem Blick in den Spiegel musste er erschreckt feststellen, dass er gestern abend wohl vergessen hatte, sich den neuen schicken Pyjama drüber zu ziehen. Die schnell von ihm gemachten Beweisfotos hat er umgehend an Don Alphonso verkauft, irgendwie muss sich das Bloggen außerhalb des Robert-Basic-ThinkTanks ja auch mal bezahlt machen.
Alphonso seinerseits hofft, Petereit mit den Bildern erpressen zu können: “Entweder Du schließt Deinen Blog oder ich veröffentliche die Bilder.”
Bis Redaktionsschluss gab sich Petereit gelassen: “Wer will das denn sehen?”

Der Sommer kann also kommen, für Spannung ist gesorgt in Blogdorf.

Juni 6, 2008 Verfasst von nomadyss | BlogBloggin', Satire | , , , , , | 2 Kommentare

Heimwärts heimwärts

Geschrieben bei Vater auf dem Sofa, getippt auf dieser gar schröcklichen Tastatur des Eee, mir selbst geschickt über das WLAN des Nachbarn. Tausendmal geändert, gekürzt und dann. Abgeschickt.
Angenommen, gedruckt.
Was für ein Gefühlt, wenn der eigene Name dort vor einem steht.
Jetzt sitzt Vater auf ebendiesem Sofa und liest. Der Text kehrt heim.

Mir bringt das außer der Ehre 40 Euronen. Damit zahlt ein klassisches Printmedium doppelt so viel wie Germanblogs in besseren Tagen gezahlt hätte wenn sie gezahlt hätten; und das, obwohl ich alle Rechte behalte.
Nur muss man ein paar Leute von seinen Texten überzeugen, eine eingebaute Qualitätskontrolle sozusagen für die Printmedien. Wär für einige (und insbesondere Pro-) Blogger auch zu empfehlen: da wird gebloggt, was das Zeug hält. Und wer will es ihnen verdenken, wenn nach Quantität gezahlt wird. Was dann dabei heraus kommt lässt sich gerade wunderschön auf Germanblogs beobachten. Da werden den Leuten für Geld, das gerade einmal zum Bezahlen der Tinte reicht, die Rechte abgekauft. Da würde ich meine guten Texte auch nicht für geben, dafür kriegen sie nur die schlechten. Schöne neue Welt.

Mai 11, 2008 Verfasst von nomadyss | BlogBloggin' | , | 3 Kommentare

Unendliche Texte

Da habe ich Texte, die längst fertig waren, gestern verschicken wollen. Vorsichtshalber habe ich sie mir noch einmal angeschaut - und geändert. Heute morgen dann die Meldung meines Mailprogramms, dass die Mail nicht verschickt werden konnte. Habe die Mail noch einmal geschickt. Mir aber vorher die Texte noch mal angesehen. Ist so eine dumme Angewohnheit von mir.
Plötzlich fand ich es gut, dass die Mail nicht geschickt werden konnte. Denn ich habe die Texte noch einmal verändert. In der Regel heißt das: gekürzt. Wo kommen all die überflüssigen Füllwörter in meinen Texten her, wo die nicht weiterbringenden Nebenhandlungen? Wer schreibt die da rein?
Ich, der Vertreter des reinen Wortes, sehe mich konfrontiert mit - gähn - Überflüssigem. In meinen eigenen Texten. Kann ich meinen Anspruch, besser als Mittelmaß zu sein, nicht erfüllen? All die ganzen schlauen Sprüche von schlauen Menschen, die darauf hinauslaufen, dass das Problem nicht der Umfang des Textes, sondern dessen Kürze ist, kommen mir wieder in den Sinn. Als Schüler habe ich mich über den Satz: “Entschuldige, dass der Brief so lang ist, ich habe nicht viel Zeit” (das Internet ist sich nicht sicher, ob es Goethe oder B.Pascal war, ich kann mich auch nicht mehr erinnern) noch gewundert. Heute weiß ich, dass Zeit, neben mangelnden Ideen natürlich, das eigentliche Problem ist.
Aber irgendwann muss ein Text vom Tisch, irgendwann fordern die nächsten Ideen ihr Recht. Dann muss man aufhören.

April 8, 2008 Verfasst von nomadyss | BlogBloggin' | | Keine Kommentare

What we pay for

In Deutsch-Blogdorf scheint es üblich zu sein, sich sehr viel mit sich
selbst zu befassen. Hier wird belauert, abgehört und übereinander
geschrieben, was das Zeug hält. Und wenn der eine mal was schreibt, was
dem anderen nicht passt, zieht ein Schlammbatzen durchs virtuelle Land.
Ich weiß nicht, ob ich das ernst nehmen soll, wo es doch kaum etwas auf
dieser Welt gibt, das ich wirklich ernst nehme. So wichtig sind auch
und gerade Blogs nicht, nicht hier und nicht jetzt.
Wenn ich aber doch mal das Bedürfnis verspüre, mich zum Bloggen und zu
anderen Bloggern zu äußern, dann werde ich das hier, in “BlogBloggin’”
tun.

April 6, 2008 Verfasst von nomadyss | BlogBloggin' | , | Keine Kommentare