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Achtung: kann Spuren von Satire enthalten

Gedanken zum Freitod eines Unternehmers

Posted by nomadyss - 6. Januar 2009

Er hat Zug bekommen
das hat ihm das Leben genommen
Da gibt’s doch nichts von Ratiopharm?
Gute Besserung. Gute Reise.


Dieser Eintrag ist taktlos.
Ich denke trotzdem: Satire darf das.


Ich hatte nichts gegen Herrn Merckle. Sein Tod berührt mich ebenso wenig wie der tägliche Tod Millionen anderer Menschen. Er konnte sich wenigstens aussuchen, wann sein Leben zu Ende war.
Die Umstände, die zu seinem Tode führten, finde ich dagegen bedenklich.
Der Zugfahrer und Merckles Familie sind Leidtragende von einem, der so viel Geld übrig hatte, dass er Unsummen verzocken konnte. Hatte er etwa Probleme, als er sein Geld mehrte? Er hat selbst fleißig mit an dem Rad gedreht, das ihn nun überrollt hat. Er selbst sprach von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag, die Gerüchteküche spricht von bis zu 1 Milliarde Euro. Weg das Geld.
So viel Geld muss man erst mal ÜBRIG haben. Was sollen denn all die vielen Millionen Menschen auf der Welt, denen es an jedem Cent FEHLT machen? Die haben WIRKLICH Geldsorgen. Sollen die sich etwa auch alle umbringen?
Herr Merckle, falls Sie im Off das hier lesen: das war Jammern auf hohem Niveu, das war Sterben auf hohem Niveau. Wenn ich so viel Geld hätte, wie Sie zweifelsohne selbst nach dem Zocken noch hatten, wäre ich verdammt glücklich.
So.
Jetzt habe ich es den Reichen dieser Welt aber mächtig gezeigt.
Ach, ein Spruch muss noch:
Kein Geld alleine macht auch nicht glücklich.

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2 Antworten to “Gedanken zum Freitod eines Unternehmers”

  1. Satire darf alles…aber diesem Beitrag fehlte der Ansatz etwas oder? Vermengung von Satire und Gesellschaftskritik…hakt etwas.

    But so what, another one bites the Dust.

    Grüße aus dem Norden

    PS.: Trotz Kritik, so anders denk ich nicht drüber

    • nomadyss said

      Der Vermerk „Satire“ betrifft auch nur die ersten 4 Zeilen und den Eintrag davor.
      Der Rest ist Erklärung, weil mir etwas unwohl war, so frisch nach dem Tode des Herrn darüber zu lästern.

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