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Achtung: kann Spuren von Satire enthalten

Carnival

Posted by nomadyss - 17. Januar 2009

Wohin die Fehlentwicklung in der Evolution des Menschen führt sieht man am Kölner an sich.
Neben seiner Begeisterung für Karneval hat er auch einige andere Eigenarten entwickelt, deren Ursache in der mangelnden Durchmischung mit fremdem Blut liegen muss. Alles, was nicht aus Köln kommt, kommt für den gemeinen Kölner als Partner nicht in Frage.
Dass ganz Köln noch nicht mit weithin sichtbaren Erbgutschäden herumläuft liegt einzig und allein an der gelegentlichen Vereinnahmung umliegender Dörfer.
Aus der Abneigung gegen Nicht-Kölner, sagen wir mal gegen die Düsseldorfer, ist über die Jahrmillionen ein regelrechter Hass geworden. So ist man auf die seltsame Idee gekommen, aus berechtigter Abneigung gegen Altbier eine eigene Kreation namens Kölsch zu entwickeln. Doch genauso wie das Alt muss auch das Kölsch aus möglichst kleinen Gläsern getrunken werden, weil es spätestens nach dem dritten Schluck schal schmeckt.
Das und der Hang zu nostalgischen Dingen, die einst von Kölns Größe zeugten, machen nun im Gegenzug den Kölner für den Rest des Landes unbegattbar. Wer will schon einem Menschen zu nahe kommen, der nach 300 Jahren Kölnisch Wasser 4711 riecht? Liebe Kölner, heutzutage erwacht man damit nicht mehr aus einer Ohnmacht, sondern man fällt in eine solche!
Oder der in Vereinen Geld sammelt, um den Rückkauf des tatsächlich so genannten „verlorenen Sohns“ zu ermöglichen? Der einem Karnevalsklub gleichende Kölner FC wird von den possierlichen Einheimischen abgöttisch geliebt. Es muss davon ausgegangen werden, dass, sobald Podolski seine erste Trainingsrunde dreht, die ganze Stadt im für sie typischen Größenwahn durchdreht und sofort T-shirts mit der Aufschrift „Champions League – Sieger 2010“ drucken lässt. Und das schlimme daran: die Leute glauben das.
Eine weitere Besonderheit des Kölners ist sein Hang, Straßen bevorzugt unter Gebäuden hindurch zu bauen. Mitten durchs Maritim Hotel führt eine Straße; die Domplatte mit dem Dom obendrauf darf immerhin als schönste Brücke Deutschlands gelten.
Um sich ganz wie ein Weltstädter fühlen zu können, hat der Kölner auch einen hochentwickelten Nahverkehr, in dem sowohl Straßenbahn als auch U-Bahn einen wichtigen Platz einnehmen.

Das muss erst mal sacken.

Klingt doch gut, oder?

Straßenbahn und U-Bahn.

Muahhhhrhahahaaaaaaaaaahahhahhha.

Einzig und alleine Kölner finden es nicht komisch, dass zwei klapprige Wagen U-Bahn UND Straßenbahn gleichzeitig sind. Auf allen Plänen und Schildern ist von Straßenbahn die Rede, solange der Zug überirdisch fährt. Kaum verschwindet er unter der Erde wird nur noch von U-Bahn gesprochen. Das nenne ich ja mal eine tolle Erfindung.
Überhaupt scheint der Kölner sehr eigene Vorstellungen von geregeltem Verkehr zu haben. Der Kölner Bürgermeister hat als eine der ersten Amtshandlungen ein paar Blitzgeräte abgebaut und versprochen, dass nicht mehr gegen illegale Autorennen vorgegangen wird.
Der sehr obrigkeitshörige Kölner nimmt sich das natürlich zu Herzen. Gerade die Taxifahrer empfinden es als ihre Aufgabe, diese Kölner Eigenart den Fahrgästen nahezubringen. Auf meinen Einwand, dass ich es nicht eilig hätte, verringerte der Chauffeur die Geschwindigkeit auf 90 km/h. Jeder Kölner, den ich darauf ansprach, versicherte mir, dass dies normal sei.
Na, das nächste Mal fahre ich lieber wieder U- Straßen Bus.

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