kaffeeweiBer

Achtung: kann Spuren von Satire enthalten

Dunkel

Posted by nomadyss - 9. Dezember 2009

Das Problem bei StayFeind ist ja, dass man nur von Leuten gefunden wird, die man längst in der Hölle wähnte. Die man für potentiell geeignet hält, ihre Kinder aus erzieherischen und oder pädophilen Gründen in verschlossenen Kellern wiederzufinden. Frühere Kevins und Chantalles, wenn Ihr versteht, was ich meine.
Diese Mitmenschen, die man vor 20 Jahren schon nicht mochte, melden sich aus heiterem Himmel und meinen, es sei eine gute Gesprächsbasis, dass man als Kind im gleichen Dorf von den gleichen betrunkenen Bauern albträumte. Dass man aus dem gleichen verunreinigten Dorfteich trank. Dass man die Pestizide von den gleichen Agrarflugzeugen in die Brause gespritzt bekam.
Um das mal klarzustellen: NEIN.
Keine gute Gesprächsbasis.
Mach einfach den Selbsttest.

Bist du die, von der Peter Cornelius sang:

„Du entschuldige, i kenn di
bist du nicht das Mädel
dass ich schon als Bur gern ghabt hab“

oder

hast du neue Gesprächsthemen, die über das sentimentale Aufbauschen von peinlichen Kindheitserinnerungen hinausgeht?

Ja? Super! Melde dich bitte umgehend bei mir!

Man kann jetzt die typischen Eigenschaften seiner Klassenkameraden vor 50 Jahren in StayFeind verewigen. Oder, wie Oli-ver-schickt-ihm-ein-Projek-Thiel es ausdrückt: „nomadyss, Ihre Feinde haben sich erinnert“. Wow, das Gehirn doch noch nicht ganz weggesoffen?

Beim Beurteilen hat man die Wahl zwischen: Mein Konkurrent — Ausgeburt der Hölle — unlustig — langweilig — schon als Kind bei der Stasi — Bauer — picklig — arrogantes Arschloch — Schläger — auf den Kopf gefallen — will immer nur reden — will immer nur ficken — hat Zahnbelag. Die Ergebnisse werden an Lidl, die Deutsche Telekom und die Brandenburger PDS verkauft. Ach nee, die letzten wissen das ja schon.

So weit, so gut.

Nun geht es aber auf Weihnachten zu und man bemüht sich, nett zu seinen Mitmenschen zu sein. Deswegen verschenke ich hier zwei Freikarten für die Show Dinosaurier – Im Reich der Giganten morgen abend in der O2-Arena in Berlin. Alle bisherigen Versuche, die Karten an den Mann, die Frau, das Kind zu bringen schlugen fehl, weil
a) Dinosaurier zu Recht total uninteressant ist,
b) die O2-Arena zu Recht boykottiert wird oder
c) das ganze zu spät anfängt (nämlich 19 Uhr).
Von gewisser Berechtigung ist eigentlich nur das letzte Argument. Wegen a) und b) müsste ich mich auch jeden Morgen weigern, meine Arbeitsstelle zu betreten. Wenn man aber wie ich, morgens aufsteht, ins Bad schlurft, in die Küche wankt, den Frühstückstisch decken will, das Radio einschaltet, mit einem halben Ohr den Nachrichten lauscht („Guten Morgen, es ist 6 Uhr“) und –
WIE BITTE?
Die müssen sich versprochen haben. Es ist – doch nicht – doch – verdammt!!!
Es ist 6 Uhr. XFGHAAAAARGH!
Ich bin eine Stunde zu früh aufgestanden.
Im Sommer wäre mir das sofort aufgefallen. Aber jetzt, wo die Sonne erst um 10 auf- und um 16 Uhr schon wieder untergeht und es auch um 7 Uhr noch so dunkel ist wie im Enddarm des Propheten habe ich nichts gemerkt. Was ist eigentlich das Gegenteil von verschlafen?

Alleine die Gewissheit, dass mir heute morgen eine Stunde fehlt lässt mich beim Gedanken an morgen abend gähnen, als ob ich die ganze hässliche O2-World auf einmal verschlucken möchte. Was den positiven Nebeneffekt hätte, dass Berlin wieder schöner würde. Nötig hätte es diese Neubau- und Hertha-geplagte Stadt durchaus. Womit ich wieder einmal bei der Frage bin, warum damals eigentlich Jürgen Röber bei Hertha BSC entlassen wurde.
Alle Trainer nach ihm waren schöner, aber unter KEINEM waren sie erfolgreicher.

Typisch!

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