kaffeeweiBer

Achtung: kann Spuren von Satire enthalten

Archive for Januar 2010

family snapshot

Posted by nomadyss - 25. Januar 2010

das eine Leben ist eingerichtet
angerichtet auf dem Altar des Alltags
geopfert dem schönen Schein
Dein Lachen ist gemalt
fürs Album keine schlechten Erinnerungen

auf der Suche nach dem verlorenen Glück
das andere Leben
nicht wieder aus dem Herzen zu lassen
verweile doch, Augenblick
du bist so schön

was du allabendlich aus der Tür jagst
klopft morgens doch wieder an
du fühlst dich wie der Mann
der den Stein
auf den Berg rollen muss
hat er des Morgens noch Hoffnung

im Traum nur eint sich dein Leben
hält der Tag was er verspricht
ein Wunder schon
in deinen Augen zu lesen
versuchend
die Verwehungen zu glätten

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Die Mondkuh

Posted by nomadyss - 23. Januar 2010

die Mondkuh
sitzt auf des Gestirnes unterer Spitze
kratzt sich am Bart des Mondes ihre Rückenritze
die Mondkuh

das Mondgnu
verkehrt herum gedreht
an des Mondes Stirne steht
das Mondgnu

der Mond
ernährt sich gerade nach Diät
ganz wies in seinem Buche steht
der Mond

schon in der dritten Nacht
hat diese Rezeptur
ganz erstaunliches vollbracht
der Mond hat nun Figur

das Gnu
(welches wie ihr wißt
an der Stirne steht und frißt)
wird zu schwer, die Stirn bricht ab
und fällt – mitsamt dem Gnu – auf die Kuh herab
das Gnu

die Kuh
hat vor Schreck den Rest vom Mond verschluckt
worauf ihre Rückenritze wieder juckt
die Kuh

darauf schließen beide einen Pakt
das Gnu muß kratzen wenns der Kuh den Rücken zwackt
dieser Rücken indes ist des Gnus neuer Weideplatz
so sind sich beide – gegenseitig – Mondersatz

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Kalter Kaffee

Posted by nomadyss - 20. Januar 2010

Irgendwann heute nacht ist der 10.000ste Besucher hier eingetroffen.
So weit so gut. Nicht für Sie. Für mich.

Wenn man jedoch guckt, was die Leute so hier her treibt, der Trieb nämlich, dann muss man sich fragen, sind das alles Linkspartei-Wähler? Wenn alle die, die hier nach Sarah Wagenknecht n.a.c.k.t suchen sie auch wählen, müssen wir uns keine Sorgen mehr um Parteispenden machen. Sondern eher um die F.D.P. Nach einem n.a.c.k.t.e.n Guido Westerwelle sucht nämlich niemand.
Und der wird dann wieder laut tönen: „Wir sind käuflich! Bitte bitte, welche Subventionen sollen wir zahlen, was hätten Sie denn gerne? Wo dürfen wir es Ihnen hinschieben? Kündigungsschutz abschaffen? Gerne. Aber bitte, bitte, wählen Sie uns!“

Die F.D.P. ist die gelbe Pest der deutschen Parteienlandschaft.
Das einzige, was diese Partei bisher zustande gebracht hat, ist, dass wir seit nunmehr 15 Tagen keine Sonne sehen dürfen. Da nützt auch das große gelbe F.D.P.-Logo, dass ich mir als Ersatz an die Wand gehängt habe, gar nichts. Die Regierung will uns zermürben. Wegen der Sehnsucht nach den Strahlen wird das Verlangen nach einem Stückchen aus Asse immer größer. Mein Sohn hat sogar schon einen Asse-Experimentierbaukasten als Geburtstagsgeschenk verlangt. Wir basteln uns eine Sonne.

Ja, Sie lachen. Aber was ist denn die Alternative? Dass die Sonne nie wiederkommt? Schöner Film, düsterer Film. Man kann gar nicht so viel trinken wie man klagen möchte.

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Exklusiv: Meine Rede auf der Kaffeeweiber-Klausurtagung in Wild Bad Kräut-erbad mit Fichtennadelaroma

Posted by nomadyss - 6. Januar 2010

Himmel, warum mussten die Teilnehmer der Klimakonferenz eigentlich mitten im Winter beschließen, dass die Temperatur maximal um 2 Grad steigen darf? Seitdem komme ich aus dem Frieren nicht mehr heraus. Von wegen die Eiskappen auf den Polen schmelzen ab! Ganz im Gegenteil: der Eismantel reicht bis nach Polen.
Ja, wenn ich jetzt auf dem Turm des Kalifen in Dubai wäre. Dann könnte ich einfach nach unten fahren und schon wäre es 8 Grad wärmer. Ich könnte mir selbst auch auf den Kopf pinkeln. Wenn ich in der 612. Etage aus dem Fenster ulle, mich im Fahrstuhl mit 5facher Lichtgeschwindigkeit nach unten schieße, frisch gefönt aus dem Portal trete und es mir auf den Kopf tropft, dann ja dann ist die Frisur hin. Kann ja nichts anderes sein. Ist ja Wüste ringsum. Sie glauben, ich schweife ab? Dann lesen Sie mal im Roman „Populärmusik aus Vittula“ des schwedischen Autors Mikael Niemi nach, wie man sich aus einer Eishölle befreit. Bei gefühlten 0 Grad Kelvin eine Metallplatte geküsst.
Wenn er sich nicht an den Kopf gepinkelt hätte hätte die Nachwelt einiges zu rätseln gehabt. Wieso jemand in so seltsamer Pose ohne Gewaltanwendung ablebt.
Also, alle schon mal für den Ernstfall zielen üben! Alle Männer jedenfalls. Alle Frauen: Pech gehabt.
Und was tun die Politiker dagegen? Nichts. Die streiten sich. Die FDP probt knapp 4 Monate nach der Wahl schon mal wieder die Opposition zur CDU/CSU. Wenn die aber auch Erika Steinbach als Gallionsfigur an ihren Atommülltanker gefesselt hat und damit die polnische Ostseeküste rauf- und runterfährt.
Mir klingt noch das liberale Mantra „Arbeit muss sich wieder lohnen“ des letzten Jahres in den Ohren. Und wo wir gerade im Jahr der rot-grünen Agenda 2010 angekommen sind hören wir doch mal, was die Linkspartei zu sagen hat: „Nichtarbeit muss sich wieder lohnen“.
Das ist Oppositionsarbeit, liebe Genossen! Und das ist endlich ein Konzept gegen den Klimawandel, denn: „Klimakampf ist Klassenkampf“!
Merke: zündest Du einen Mercedes in Friedrichshain an tust Du was fürs Klima. Äußerst positiver Nebeneffekt: Du kannst Dir die Hände daran wärmen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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