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Achtung: kann Spuren von Satire enthalten

Ruhe, bitte!

Posted by nomadyss - 14. April 2013

Die Erkenntnis trifft mich wie ein Blitz: dass meine Kollegin im Nebenzimmer so laut telefoniert, dass ich die Tür zumachen muss, um in Ruhe arbeiten zu können, liegt gar nicht an ihr sondern an mir. Denn Studien aus der Tinnitus-Forschung belegen: nur 30% des Lärms sind der tatsächlichen Lautstärke eines Geräusches zuzuschreiben. Der Rest ist meine Wahrnehmung.

Diese Erkenntnis im Kleinen lässt sich auch auf das große Ganze übertragen. Eine Stadt wie Berlin ist laut, aber im Vergleich zu Rom oder Bangkok herrscht hier traumhafte Stille. Es scheint an der Einstellung zu liegen, in welchem Zusammenhang Geräusche als störend empfunden werden.

Wer es mitten im Trubel der Touristenmassen wirklich leise haben will kann im Inneren des Brandenburger Tores den „Raum der Stille“ besuchen. Nach zwei Türen als Schallschleuse ist man in einer anderen Welt, in einer gedämpften Welt.

Unter www.leises.berlin.de hat die Senatsverwaltung Vorschläge zur Beruhigung der Stadt gesammelt. An einem der lautesten Plätze in Berlin, dem Nauener Platz im Wedding, versucht man, den Großstadtwahnsinn mit Naturgeräuschen auszugleichen: wer auf einer Bank einen Knopf drückt bekommt Vogelgezwitscher zu hören.

Für noch mehr Naturgeräusche empfehle ich die wunderbare Seite www.wildsanctuary.com. Schließt die Fenster, die Türen und die Augen, öffnet die Ohren und die Herzen, dreht die Lautstärke auf und lehnt euch zurück. So schön kann Lärm sein.

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